2006

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Die Fortschritte der Medizin betreffen auch die Geriatrie, die z.B. in der Krebsbehandlung alten Menschen heute Möglichkeiten eröffnet, die es vor einigen Jahren noch nicht gab. Ähnliches gilt auch für Gefäßerkrankungen und Diabetes mellitus, Behandlungsmöglichkeiten werden immer besser, schonender und auch für multimorbide Patienten risikoärmer, allerdings mit steigender Kostentendenz.
Dabei sind zwei unterschiedliche Aspekte für das Handeln zu bedenken: Unter Hinweis auf die Lebensqualität – statt einer Quantität an Jahren – wird die Frage aufgeworfen, welche medizinischen Maßnahmen hinsichtlich des Aufwandes, der Risiken und Erfolgschancen „noch“ sinnvoll sind. Andererseits sind es die gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Beschränkungen, die mögliche Diagnosen und Therapien begrenzen oder erschweren. Entwickelt sich in der modernen Medizin eine Form des „aging racism“, wie es einige nennen? Danach werden Patienten aufgrund ihres Alters nicht (mehr) adäquat behandelt. In den derzeitigen gesundheitsökonomischen Debatten finden diese sich anfänglich zeigenden Herausforderungen erst geringere Achtung.

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